Satire 2 Noah
Fortsetzung: Das Elternhaus
Wir liefen weiter und traten zum nächsten Gitter. „Dies ist der letzte Stopp der Führung“, sagte der Führer. „Wir sehen hier die übereifrigen Helikoptereltern (parentes helicoptrum). In der Ferne sahen wir Eltern, die wie Hubschrauber über ihr Kind kreisten. „Ach!“, bemerkte die Mutter zu ihrem schon leicht ergrauten Sohn, „es ist draußen wirklich etwas kühl. Ich fahre dich schnell zur Arbeit.“ Trotz schlagkräftiger Widerworte des Jünglings, packt sich die Mutter einen Schal und eine Mütze, zieht sie ihrem Sohn liebevoll an und verfrachtet ihn in den doppelt gepanzerten SUV, damit dem „Kleinen“ auch ja nichts passiert. Vor der Abfahrt wird noch auf die bestellte Polizeieskorte gewartet und dann geht es los (Der Weg war ungefähr 50 Meter lang). Einige Zeit später sehen wir noch den Helikopterpapa hinterherfliegen, denn die Mutter, die sich sonst um alles kümmert, hatte vergessen die in Herzform ausgeschnittenen Stullen einzupacken. Der Vater erreicht seine Frau und den etwa 60 Jahre alten Knaben noch rechtzeitig vor der Arbeit, sodass die liebevoll geschmierten Stullen übergeben werden konnten. Die Eltern verabschiedeten sich von ihrem Sohn, als würden sie ihn nie wiedersehen, denn sie konnten es nicht ertragen ihn 3 Stunden nicht überwachen zu können. Zum Schluss gab es von beiden Eltern noch einen Schmatzer auf die Stirn, welcher mit einem „Ihr seid so peinlich!“ des Sohnes erwidert wurde. Wir hören nur noch „Wir wollen doch nur dein Bestes!“ und gehen weiter.




phillipge am 13.Feb 19  |  Permalink
Vorschläge + Bewertung
-lustige Übertreibungen
-vlt. noch etwas schreiben über nach der Arbeit

lennartt am 13.Feb 19  |  Permalink
lennart
gute Metaphern
Eigenschaften wie Ironie und Übertreibung verwendet = gut