Eine Satire weiterschreiben: "Die Helikopter-Eltern" von Ben Köppe
Als der Führer uns zum nächsten Gehege leitete, hörten wir schon aus der Ferne ein lautes Geräusch. Es hörte sich für uns nach einem Propellergeräusch an. Wir wunderten uns, was Propeller in einem Elternhaus zu suchen hatten. „Nun befinden wir uns bei den Helikopter-Eltern!“, der Führer versuchte mit seinem lauten Geschrei die Propeller zu übertönen. Wir sahen zwei Eltern, die wie Hubschrauber um ihr Kind kreisten. Die Mutter sprach besorgt zu ihrem Kind: „Es scheint sehr kühl draußen. Ich bringe dich heute lieber zur Schule, sonst stirbst noch auf den 300 Metern an einem Kältetod.“ Danach widmete sie sich ihrem größeren Kind: „Ich gehe heute mit dir vor der ersten Stunde zum Sekretariat! Es gibt keinen Grund dafür, dass du eine 1- als Stundennote bekommen hast!“ Dann steckte die „Helikopter-Mutter“, so nannte der Führer sie, ihre beiden Söhne in blitzblanke Anzüge. Die Anzüge sehen so aus, als ob sie erst gestern von einer Pariser Fashionshow geklaut wurden. Ob man wirklich in solch einem Gewand seine Kinder zur Schule schicken will, blieb mir fragwürdig.




lennartt am 13.Feb 19  |  Permalink
lennart
-Übertreibung und Ironie gut vermittelt
-gute Umgangssprache( passt als Weiterführung von"Elternhaus")

noahschoenfeld am 13.Feb 19  |  Permalink
-" sonst stirbst noch auf den 300 Metern an einem Kältetod." bisschen zu übertrieben

phillipge am 13.Feb 19  |  Permalink
Bewertung
-mehr Metaphern/Übertreibungen
-ansonsten gut